Torsten W. Müller, Beate Störtkuhl, Matthias Weber (Hrsg.): Neue Heimat Niedersachsen? Bauten für Vertriebene und Flüchtlinge nach 1945 und ihre Musealisierung
Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 93
Kataloge und Schriften des Museusmsdorfs Cloppenburg, Bd. 39
2026 – ISBN: 9783112256824 – 192 Seiten

Eine 1964 in Schönebeck bei Bremen errichtete Notkirche aus Holz soll künftig im Museumsdorf Cloppenburg zu sehen sein. Ihre Translozierung lenkt den Blick auf ein bislang wenig beachtetes Kapitel der niedersächsischen Nachkriegsgeschichte: die Bauten, die für Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 entstanden.
Rund 1,8 Millionen Menschen fanden damals auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen eine neue Heimat. Notunterkünfte, Siedlungen, Kirchen und Infrastrukturen mussten in kurzer Zeit geschaffen oder angepasst werden. Viele dieser Gebäude prägten Städte und Gemeinden über Jahrzehnte – sind mittlerweile jedoch verschwunden oder bedroht.
Der neue Sammelband Neue Heimat Niedersachsen? Bauten für Vertriebene und Flüchtlinge nach 1945 und ihre Musealisierung« widmet sich dieser Architektur- und Integrationsgeschichte. Ausgehend von der geplanten Versetzung der Holzkirche ins Museumsdorf beleuchten die Beiträge die Entstehung, Nutzung und Bedeutung dieser Bauten ebenso wie die Frage, wie sie als Zeugnisse der Nachkriegszeit bewahrt und museal vermittelt werden können.
Die Beiträge gehen auf die Fachtagung „Neue Heimat Niedersachsen? Bauten für Vertriebene und Flüchtlinge nach 1945 und ihre Musealisierung“ im November 2025 im Museumsdorf zurück. Da die skizzierte Problematik von allgemeiner bundesweiter Bedeutung ist, wurde die Tagung gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, veranstaltet.

Das Buch ist auch an der Museumskasse erhältlich.
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