Eine hilfsbereite, bürgernahe Polizei zu sein – dieses Ideal aus der Weimarer Republik (1918-1933) gilt bis heute. Wie schnell sich dieser Anspruch in der täglichen Wirklichkeit verlieren kann, zeigt die Geschichte: Blutige Straßenkämpfe zwischen politischen Gegnern zersetzen die junge Demokratie der Weimarer Republik. Die Polizei ist durch die Gewalt gefordert – und nicht selten überfordert. Im Jahr 1933 endet die erste deutsche Republik. Und die Polizei wird von der nationalsozialistischen Diktatur für ihre Zwecke instrumentalisiert. Wie widersprüchlich die Geschichte der Weimarer Republik verlief, ist unter anderem Teil der Wanderausstellung „Freunde. Helfer. Straßenkämpfer – die Polizei in der Weimarer Republik“, die vom 4. September bis 11. Oktober im Museumsdorf Cloppenburg zu sehen ist.
Originale Exponate aus der Sammlung des Polizeimuseums Niedersachsen laden zu einer besonderen Zeitreise ein. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf den Regionen des heutigen Niedersachsens. Die Wanderausstellung ist ein Projekt des Polizeimuseums der Polizeiakademie Niedersachsens.
An fünf Sonntagen führen abwechselnd zwei Polizeibeamte der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta – Polizeioberrat Lars Zengler und Polizeihauptkommissar Frank Soika – durch die Wanderausstellung im Museumsdorf (Münchhausenscheune). Der Eintritt – ausschließlich zur Ausstellung – ist an folgenden Terminen kostenlos. Treffpunkt ist jeweils an der Museumskasse.
- 06.09.2026, 11 Uhr
- 20.09.2026, 11 Uhr
- 27.09.2026, 11 Uhr
- 04.10.2026, 11 Uhr
- 11.10.2026, 11 Uhr
