„Depot-Dienstag“, 28. April 2020

Bowlengefäß aus emailliertem Glas

Am heutigen "Depotdienstag" stellen wir euch wieder ein Objekt aus unserer neuen Sonderausstellung "Was geht?! Von Feiern und Festen im Nordwesten" vor! Diesmal: Ein Bowlegefäß aus emailliertem Glas, das vermutlich in den 1880er/90er Jahren gefertigt wurde. Es handelt sich dabei um Massenware, die wohl größtenteils industriell produziert wurde.
Die sogenannte "Bowl", die ursprünglich aus Südeuropa kommt, verbreitete sich im 18. Jahrhundert in Deutschland und mit ihr auch das geeignete Tischgerät. Vor allem in gutbürgerlichen Haushalten der Gründerzeit erfreute sich das Gefäß großer Beliebtheit. Dabei kam es jedoch nicht unbedingt zum Einsatz - Vielmehr diente es zu repräsentativen Zwecken! Man stellte es üblicherweise gut sichtbar im Wohnzimmer auf. Damit unterstrich man die in der Gründerzeit so wichtige Etikette - und grenzte sich gleichzeitig bewusst von den unteren Schichten, aber auch von den älteren Generationen ab.

„Depotdienstag“, 21. April 2020

Ein kleines Rätsel für die Kaffeepause gefällig?

Wer weiß, worum es sich bei diesem Objekt handeln könnte? Tipp: Das ganze hat nichts mit dem Friedhof zu tun!
Die Auflösung gibts heute Abend als Kommentar unter dem Beitrag!

Mit Reliefs verzierte Urne in Form einer Amphore (ca. 1880, Cappeln; Schwarzware, engobiert).
Hierbei handelt es sich nicht, wie man zunächst meinen könnte, um ein Behältnis für die Asche eines geliebten Menschen, sondern die Urne enthält die Asche einer Junggesellenhose! Auch heute noch ist es im Nordwesten durchaus üblich, dass der Bräutigam bei seinem Junggesellenabschied seine Hose verbrennt. Häufig vergraben seine Freunde sie mitsamt einer Tageszeitung und einer Flasche Schnaps in einer Holzkiste. Nach Jahresfrist oder wenn sich Nachwuchs ankündigt, graben sie alles wieder aus und begießen gemeinsam das freudige Ereignis.
Das Objekt wird neben vielen anderen in unserer neuen Sonderausstellung „Was geht?!“ zu sehen.

„Depot-Dienstag“, 14. April 2020

Harmonika „Modell Club II“ der Marke Hohner

Heute stellen wir euch ein Objekt vor, das in unserer Sonderausstellung „Was geht? Von Feiern und Festen im Nordwesten“ zu sehen sein wird. Die Harmonika „Modell Club II“ der Marke Hohner kam um 1930 auf den Markt und war ein Instrument für jede*n – denn sie war verhältnismäßig preisgünstig und leicht zu spielen. Die sogenannte diatonische, wechseltönige Harmonika mit zwei Tonarten und Halbtönen in einer dritten Reihe diente in der Volksmusik häufig als Begleitinstrument, fand aber durchaus auch in Harmonikaorchestern Verwendung.

„Depot-Dienstag“, 7. April 2020

Lammbackform
Das aus Teig gebackene Osterlamm darf an Ostern bei vielen von uns nicht fehlen. Doch wo kommt dieser Brauch eigentlich her?
Tatsächlich hat das Lamm schon seit Jahrtausenden einen Symbolcharakter. Im Judentum etwa wurde zum Pessachfest ein Lamm geopfert, um an den Auszug aus Ägypten zu erinnern. Auch im Christentum wird dem Lamm eine bestimmte Bedeutung zugeschrieben: Es symbolisiert Jesus, „das Lamm Gottes“, und steht damit für Reinheit und Unschuld, aber auch dafür, dass Jesus die Sünden der Menschen auf sich genommen hat. Zum Osterfest wurde Lammfleisch daher traditionell als geweihte Speise verzehrt. Das aus Rührteig gebackene Lamm ersetzt nun häufig dieses Lammfleisch. Und wird am Ostersonntag gerne zum Frühstück serviert!

„Depot-Dienstag“, 31. März 2020

Klapperaffen
Erinnern Sie sich noch an Ihr Lieblingsspielzeug? Weil das Thema zu Hause bleiben ja gerade so aktuell ist, haben wir uns im Depot mal auf die Suche nach Spielsachen gemacht! Mechanisches Spielzeug wie diese Affen zum Aufziehen beispielsweise waren aus den Kinderzimmern der 50er Jahre und später wohl nicht wegzudenken!

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