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Heinrich Schüler: Holzschnitte 1959-2015, vom 9. August bis 1. November


 

Der Holzschnitt der Brücke-Künstler war Anregung für Heinrich Schüler, geboren 1935 in Königstein/Taunus, als er sich als Restaurator und Künstler in Oldenburg niederließ und die Kunst im Nordwesten kennenlernte. Gleich nach seiner handwerklichen Ausbildung hatte er an der Städelschule in Frankfurt Kunst studiert und mit den grafischen Techniken gearbeitet. Während der Tätigkeit als Kirchenrestaurator und später als Fachlehrer und Kursleiter wurde die Arbeit mit dem Holzschnitt bevorzugt fortgesetzt. Schon bei der Restaurierung oldenburgischer Kirchen stieß Heinrich Schüler auf die reichen Altäre des aus Hamburg stammenden Bildhauers Ludwig Münstermann (1570-1638), dessen manieristisch- expressiver Stil ihn faszinierte und zu einer umfangreichen Arbeitsreihe inspirierte. Aber insgesamt hat Heinrich Schüler ein weites Panorama von Themen im Holzschnitt bearbeitet – vom Porträt über Stillleben, Küsten- und Moorlandschaften bis zu Auseinandersetzungen mit Figuren aus Gotik und Renaissance. Der Künstler war auf Reisen auch als Zeichner und Aquarellist tätig; doch die Ausstellung konzentriert sich auf die Holzschnitte als größten geschlossenen Werkteil, der hier erstmals in seiner ganzen Breite vorgestellt wird.